Ukrainische Front (2016): Der Spiegel

Gemeinsam mit dem Fotografen Philipp Jeske bin ich im Februar 2016 mit einer Freiwilligengruppe namens Flügel des Phönix an die Front in der Ostukraine gefahren. Auch wenn die Situation von damals natürlich nicht mit der heutigen vergleichbar ist, so zeigt die Geschichte doch etwas über den frühen Verlauf dieses Krieges, innenpolitische Konflikte und den Widerstandswillen der ukrainischen Zivilbevölkerung. Die multimediale Reportage kann man hier in einer Onlineversion lesen (Paywall).

Bootsbau in Rostock

Zwei Linke Hände voller Daumen: Ich kenne eine Menge Journalisten-Kollegen, auf die das ebenfalls zutrifft, wenn es um handwerkliches Geschick geht. Ich konnte mir das zum Glück immer leisten, weil mein Bruder mir jederzeit zur Seite stand. Paule hat nach der Schule eine Ausbildung im Bootsbau gemacht und arbeitet seitdem in diesem faszinierenden Beruf. Ich habe ihn dafür immer bewundert und mich oft gefragt, ob es nicht auch für mich befriedigender wäre, mit meinen Händen etwas schaffen zu können, das die täglichen oder monatlichen Nachrichtenlagen überdauert.

Im vergangenen Jahr habe ich ihm deshalb, wenn etwas Zeit war, beim Arbeiten über die Schulter geschaut. Dabei wurde schnell deutlich, dass man das Handwerk nicht verklären sollte. Eine Woche lang zu schleifen, ist die Hölle auf Erden und Bootsbau damit wie jeder andere Job auch mal frustrierend und meistens eher mittelmäßig bezahlt. Aber es gibt dann die Momente, in denen alles zusammenfindet, passt und vor einem liegt, als wäre genau das seine Bestimmung gewesen. Und das ist dann eben Kunst, glaube ich.

Mit Ignaz auf der Ostsee

Ignaz war zu Gast im Nordosten und hatte am Donnerstag viel Druck und für Ostseeverhältnisse beachtliche Wellen mitgebracht. Das kleinste Segel im Besteck war groß genug. Die Möwen mussten über See etwas höher fliegen. Das alles bei annehmbaren 10 Grad und nur gelegentlichen Regenfronten. Ein schöner Tag.